Dead Cells: The Bad Seeds

Spielmusik-Review 01.03.2023 · Mattis

Keimzelle

Titel und Cover verraten bereits, dass es beim ersten Bezahl-DLC vermutlich aus den finsteren Tunneln und Höhlen hinaus in die Natur geht. Ein kurzer Blick ins Fan-Wiki bestätigt diese kombinatorische Meisterleistung und erklärt, dass die Erweiterung drei optionale Routen für den Spielstart bietet, genannt Dilapidated Arboretum, Morass of the Banished und Nest – einladend! Bevölkert werden sie von fünf neuen Gegnertypen, als Belohnung winken neue Ausrüstungen, Fähigkeiten und natürlich Achievements.

Der Score

Der pflanzlische Touch spiegelt sich auch in der Musik wider, die bei Arboretum etwas fröhlicher und ‚freier‘ wirkt und damit eher in Richtung Valley geht. Swamp klingt mit seinen wiederkehrenden Vocals dagegen mehr wie Luftholen – aber es ist kein befreites Atmen. Irgendetwas hängt uns noch in der Lunge und will raus. Heat of the Swamp geht mit seinem Tempo indes in Richtung Hauptspiel, Corrupted Prison balanciert irgendwo zwischen bedrohlich und beflügelnd – besonders das Klacken der Streicher (gibt bestimmt einen Fachbegriff dafür) hat mir gefallen. Und Prisoner’s Re Awakening sowie ClockTower Pocket Watch Edition sind natürlich Variationen von Prisoner’s Awakening und Clocktower aus Dead Cells.

Fazit

Ein packender atmosphärischer Trip, der eindrucksvoll beweist, dass der vertraute Gänsehaut-Groove des Spiels auch in der freien Natur seine volle, toxische Pracht entfaltet.