Die Sims: Party ohne Ende

Spielmusik-Review 02.10.2022 · Mattis

Shuffle-Modus

Heutzutage kann man – dem Internet sei Dank – sehr einfach neue Leute via Online-Dating, Freundschafts-Apps oder Social Media kennenlernen. Zur Zeit von Party ohne Ende, im fernen Jahr 2001 – als man gefühlt noch mit mehreren Kilo Plastiksprengstoff verreisen durfte – war das nicht ganz so leicht. Eine der gängigsten Methoden war damals das Feiern; ein Addon nur zu diesem Thema lag für die Lebenssimulation also recht nahe.

Tatsächlich war Party ohne Ende (bzw. House Party im Original) eine der schwächeren Erweiterungen, da sie lediglich eine Handvoll neuer Gegenstände lieferte. Das wichtigste Feature waren die Party-Accessoires mit ihren Interaktionsmöglichkeiten. Dazu zählten unter anderem ein Catering-Tisch, eine Tanzfläche, Cocktailbars, die kinderfreundliche Seifenblasen-Shisha und die weniger jugendfreien Stripper-Outfits. Bei Die Sims 2 sollte die Erweiterung Nightlife später zeigen, wie Party-Exzesse richtig funktionieren.

Der Score

Das Album zu Party ohne Ende liefert uns diese – überspitzt formuliert – in Form einer Art Spotify-Playlist, in die die Gäst*innen ihre individuellen, nicht kuratierten Songwünsche eingetragen haben. Das Resultat ist eine Kakophonie aus Beach-Musik (Lakuwani), Country-Pop (Yippio Ki Oh), Disco (Shaka Do Thang, Funky Sim, Al Sims), Gangsta-Rap (Ee I Ooo Oh (Le Rap), Wewah, The Group), House (The Sims: House Party, Simtricity, Put It Down, Simtrance), Techno (Simtasy), Funk im Bee-Gees-Stil (Shaka Do Thang) sowie Surfermusik (SIMboys, Jerry Lee Sims) und diversen anderen Kreationen.

Fazit

Wer sich mit dem simlischen Gebrabbel anfreunden kann, wird von seinem favorisierten Genre sicherlich gut unterhalten. Früher, als Kind, hat mich die Vorstellung, dass gerade „Sub sub baru“ gesungen wird, noch amüsiert. Da ich englische Texte mittlerweile größtenteils verstehe, turnt es mich eher ab, wenn mir stattdessen diese Fantasiesprache entgegentönt.