Dropzone
Drip drop, the sound of flop
Was ist Dropzone? Stellt man dem Internet diese Frage, wird man zunächst auf eine Speicher-App verwiesen. Bei YouTube-Videos mit dem Titel handelt es sich um unspektakuläre Gaming-Collagen, Aftermovies eines Festivals oder Ausschnitte des gleichnamigen Films von 1994. Wikipedia? Da gibt’s zwar ein Spiel namens Dropzone, nur ist das fast 40 Jahre alt und für den Atari 8-Bit und C64 erschienen. Aber dieses Dropzone stammt doch aus 2017! Zum Glück habe ich die Steamseite des Spiels gefunden, ansonsten hätte ich doch stark an meinen Rechercheskills gezweifelt.
Dropzone ist scheinbar ein Sci-Fi MOBA, auch wenn die Produktseite es als Top-down-Strategiespiel mit den Spielmodi 3 vs. 3, 2 vs. 2 und 1 vs. 1 anpreist. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Strategiespiele Top-Down, aber das nur am Rande. Ein bisschen DOTA meets StarCraft. Den Reviews zufolge aber eine eher mittelprächtige Vereinigung. Dass das Spiel mit Release am 15. Februar 2017 immer noch im Early Access ist, lässt nichts Gutes vermuten. Warum verschwende ich dann also meine wertvolle Lebenszeit darauf? Weil der Soundtrack von einem Komponisten stammt, der sein Handwerk versteht.
Der Score
Grant Kirkhope dürfte Lesern dieser Webseite mittlerweile ein Begriff sein, erschuf er doch beispielsweise mit Donkey Kong 64 und GoldenEye 007 echte Klassiker. Ob ihm das auch bei Dropzone gelungen ist? Nun … nein. Jedem, der schon mal ein futuristisches Game mit Actionfokus gespielt hat, wird hier Bekanntes in die Gehörgänge geschallt. Weniger unterhaltsam als Overwatch und weniger spektakulär als Supreme Commander, klingt der zwölf Track lange Score wie aus einem x-beliebigen Superheldenstreifen entliehen: In der Hitze des Gefechts sicherlich passend, rangiert der OST für mich irgendwo im Mittelfeld, umgeben von Titanfall, Warhead und der Wagner Steinofen Pizza.

Fazit
Wer bei einem renommierten Namen wie Kirkhope eine Offenbarung erwartet, wird enttäuscht: Dieser Score ist solide Handwerkskost, die das spielerische Mittelmaß zwar kompetent untermalt, aber genauso schnell wieder aus den Gehörgängen sickert, wie man das Spiel selbst vergisst.