So konsequent die karge Klangkulisse die beklemmende Atmosphäre des Spiels zwar einzufangen vermag, bleibt das Hörerlebnis für mich aufgrund mangelnder kompositorischer Substanz leider eine reichlich blasse Angelegenheit.
Maximal minimal
Ein stilsicheres, atmosphärisch dichtes Schmankerl, das zu seiner Zeit auf einzigartig minimalistische Weise gezeigt hat, dass Videospiele Kunst sein können.
So ließe sich der 2010er Sidescroll-Indie-Puzzler Limbo wohl in einem Satz zusammenfassen. Mehr möchte ich auch zu diesem Kleinod nicht sagen, da das Spiel auch 13 Jahre später und trotz deutlich gewachsener Konkurrenzdichte meiner Meinung nach immer noch eine kurzweilige Empfehlung darstellt. Dieser Schwarz-Weiß-Look, dieses beklemmende Gefühl und die stete Frage: Was ist hier überhaupt los?
Der Score
Während die Beantwortung aufs Spiel bezogen nicht ganz so einfach ist, lässt sie sich beim OST wohl so formulieren: Atmo. Martin Stig Andersen präsentiert uns ruhige, sphärische Klänge wie in City, die perfekt in die Spielerfahrung einzahlen. Düster und bedrohlich (Boys‘ Fort), laut und schrecklich (Rotating Room) wabern die Stücke wie Musiktropfen auf einer weißen Leinwand, die zum Innehalten anregt. Wenig substanziell und leider so gar nicht mein Ding, aber bestimmt etwas für Ambient-Enthusiasten und absolut passend zu Limbo.

Fazit
So konsequent die karge Klangkulisse die beklemmende Atmosphäre des Spiels zwar einzufangen vermag, bleibt das Hörerlebnis für mich aufgrund mangelnder kompositorischer Substanz leider eine reichlich blasse Angelegenheit.