Quake
Erschütternd belanglos
Quake aus dem Hause id Software gilt gemeinhin als Geburtsstunde des modernen 3D-Ego-Shooters und für manche sogar als eines der besten Spiele aller Zeiten. Nicht nur machte es das Genre des Multiplayer-Deathmatches salonfähig, sondern ließ uns als geistiger Erbe von Doom, Wolfenstein und Co auf allerlei Monster und Gothik-Wesen ballern – sofern man nicht gerade in Deutschland spielen wollte, denn hier war das Game zeitweise indiziert.
Klammert man diese logistische Hürde aus, war es bei mir das Releasedatum von 1996, also vier Jahre nach meiner Geburt, weshalb ich keine Berührungspunkte mit Quake hatte. Ich wollte es mir dennoch nicht nehmen lassen, zumindest in den OST reinzuhören, denn der stammt von niemand geringerem als Trent Reznor, dem Sänger der Band Nine Inch Nails.
Der Score
Wer nun auf Industrial-Rock-Gold in dem zehn Tracks langen Score hofft, wird enttäuscht. Scheinbar wurden ab der Hälfte der Aufnahme des an Doom erinnernden Theme Quake die Mikros der Instrumente abgeschaltet. Das Ergebnis sind neun repetitive Dark-Ambient-Stücke, die mit rhythmisch maschinellem Wummern Steampunk-Atmosphäre à la Thief erzeugen. Wirklich spannend ist das nicht und taugt höchstens zur Untermalung von Maschinenraum-Footage oder der nächsten Sonografie.
Fazit
Wer nicht gerade unter Deck zur Ultraschalluntersuchung auf einem Kreuzfahrtschiff geladen wurde, kann diese Experience in diesem Album nachholen … oder es auch sehr gerne lassen.