SpellForce 2: Dragon Storm

Spielmusik-Review 07.05.2024 · Mattis

Alle (Dr)Achtung

Nach viel Lob fürs Hauptspiel kann ich fast nahtlos weiterpreisen. Die erste Erweiterung, Dragon Storm, erschien gut ein Jahr nach SpellForce 2: Shadow Wars und spann die Story vorbildlich weiter. Nachdem wir im Hauptspiel eine Gruppe aus Drachen-Blutsbrüdern, den Shaikan, anführten und Heere der klassischen Fantasy-Völker kommandierten, wurde die Echsenfraktion zur spielbaren Fraktion erhoben. Somit durften wir Einheiten wie Drachlinge und Blutmagier in die Schlacht führen, was den Reigen der Gute-Laune-Völker passend erweiterte. Zudem wurde besagte Blutmagie als weiterer Skilltree hinzugefügt – nice!

Der Score

Doch auch die Musik war erneut absolut hörenswert, stammt sie erneut von Dynamedion um Pierre Langer und Tilmann Sillescu. Das zugehörige Album präsentiert uns in elf Tracks die Fortsetzung ihrer Arbeit fürs Hauptspiel, auch wenn sie dieses Mal leider nicht ausschließlich überzeugt. Dabei fängt es mit Dragon Storm doch so gut an: dramatisch, aufpeitschend, heroisch – einer geflügelten Echse würdig. Diesem Ausrufezeichen folgen allerdings weniger spannende Töne: Land of Dragons klingt nach einer Rückkehr zur Soundkulisse des ersten SpellForce mit einer Spur Star Trek, und auch Land of Shapers ist zurückhaltender.

Wo die Tracks des Hauptspiels qualitativ bei Howard Shores bewegenden Kompositionen für Rohan mitmischen, sind wir hier eher in den Marschlanden unterwegs. Diesen Eindruck rettet auch nicht Lullaby of Death, das, gesungen von Talia, gegen Ende ein wenig nach Anno klingt, nie aber die Schönheit eines Shadowsong oder Dun Mora erreicht. Aufregend wird es erst wieder bei Combat the Dark inklusive dessen Variation sowie Battle the Evil. Die lassen mit ihrem Zusammenspiel aus Bläsern, Streichern und Percussion nämlich ordentlich Action aufkommen.Eine gute Erweiterung des Bekannten, aber nichts, worauf man nicht hätte verzichten können.

Fazit

Eine gute Erweiterung des SpellForce-Epos, die der bekannten Formel nichts Neues hinzufügt, aber nach wie vor begeistern kann.