Dieser 13-teilige Ausflug in den Weltraum ist musikalisch so flach wie die Planetenkulisse selbst und taugt bestenfalls als überlanger, sphärischer Zwischengang.
Vincible
Als The Invincible wird nicht nur der Autor dieses Artikels bei 1vs2-Spielen in Age of Empires IV bezeichnet, sondern auch die kürzlich erschienene Videospieladaption des gleichnamigen Sci-Fi-Romans von Stanisław Lem. Im sogenannten Atompunk-Setting, im Grunde einer retrofuturistische Darstellung der Raumfahrt, erkunden wir als Astrobiologin Yasna den Planeten Regis III und stolpern über allerlei philosophische Themen – so das Versprechen von Buch und Spiel.
Der Score
Begleitet wird diese Expedition von einem 13 Tracks langen Score, für den der bisher weniger bekannte Brunon Lubas verantwortlich zeichnet. Der Sprung aus der Versenkung wird ihm mit diesem Album kaum gelingen, handelt es sich doch größtenteils um Sci-Fi-typischen Ambientsound. Soll heißen: lang nachhallende Klänge (Nadir), ominös sphärisches Wabern (Amid the Ruins, A Long Night) und Distortions (The First).
Musikalische Akzente wie der Einsatz von Klavier und Synthies (Black Rain, Escape from Regis III) oder das an Stranger Things erinnernde Hopper’s Descent (welch Ironie bei dem Titel!) brechen die trockene Planetenkulisse zwar angenehm auf, richtige Knaller wie ein Escape Velocity aus No Man’s Sky tauchen indes nicht auf dem Radar auf. So bleibt das übliche Hintergrund-Zukunftsklimbim, das man auf der Suche nach tonalen Highlights in den Cyberpunks oder Ghost Runners dieser Welt gelangweilt überspringt.

Fazit
Dieser 13-teilige Ausflug in den Weltraum ist musikalisch so flach wie die Planetenkulisse selbst und taugt bestenfalls als überlanger, sphärischer Zwischengang.