Tom Clancy's Rainbow Six

Spielmusik-Review 10.08.2023 · Mattis

Rainbow Nix

Viele Kids von heute werden vermutlich gar nicht wissen, dass es für die Rainbow Six-Reihe auch eine Zeit vor Siege gab. In dieser versuchte man als Commander, sein Squad in Einsätzen möglichst clever umherzubeordern, um die KI-Terroristen unschädlich zu machen. Den Anfang machte hier wenig überraschend Titelvater Tom Clancy's Rainbow Six, der uns schon 1998 polygonarme, dafür umso spannungsreichere Missionen bot – zumindest vermute ich das. Wie sich das gespielt hat? Keine Ahnung. Ich war erst beim deutlich actionorientierteren siebten Teil, Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas 2 von 2008, dabei.

Der Score

Während ich dessen hervorragenden Soundtrack auch heute noch gerne höre, ist beim Gamerip zum Erstling nichts für mich dabei. Das hat zweierlei Gründe. Zunächst wichtig: Keiner der beiden ist die eigentliche Komposition von Bill Brown. Denn der Score ist im Wesentlichen ganz cool: typische Militäraktion, ein bisschen Commandos, ein wenig Crysis, irgendwie dramatisch und treibend.

Nein, die zwei Kritikpunkte, die ich habe, sind zum einen die Anzahl der Tracks sowie ihre Länge. Mit gerade einmal fünf Tracks und einer durchschnittlichen Länge von 40 Sekunden ist für Musikfans hier nichts dabei. Gut, der Anspruch war damals höchstvermutlich auch kein epochales Opus magnum für eine Taktiksimulation. Und da es sich um einen Gamerip handelt, ist es eigentlich nur die gerechte Strafe für meine Neugierde. Trotzdem hätte ich mir etwas mehr Futter gewünscht, denn Intro wie Credits können überzeugen und wecken sogar Erinnerungen an das fantastische Company of Heroes.

Fazit

Trotz des durchaus vorhandenen militärischen Potenzials der Kompositionen entpuppt sich dieser mickrige Gamerip als taktischer Rohrkrepierer, bei dem man sich den Zugriff auf die Playlist getrost sparen kann.