Virtua Tennis 2

Spielmusik-Review 21.01.2025 · Mattis

Ich glaub’, ich spin

Obwohl ich es nicht gespielt habe, hat mich Virtua Tennis 2 enttäuscht. Denn der Nachfolger des 1999 erschienenen Virtua Tennis (bzw. Power Smash in Japan und Tennis 2K2 in Nordamerika) bietet zwar neben der Slice-Ability – also einem Schlag mit Rückwärtsdrall – und nun auch Sportlerinnen keinen Modus mit zwei Bällen! Dabei verspricht die Zwei im Titel doch genau das, oder bin nur ich das?

Der Score

Spaß beiseite, die Tennis-Simulation von 2001 ist wohl im besten Sinne eine Fortsetzung alter Tugenden, was sich leider nicht auf den Soundtrack übertragen lässt. Dieser ist nur als Gamerip der Dreamcast-Version auffindbar und stammt erneut von der Japanerin Chiho Kobayashi. Doch dieses Mal geht sie weniger in die Rock-Richtung wie noch beim Vorgänger, sondern eher klassische 2000er-Sportspiel-Techno-Musik.

Zwar gibt es nach wie vor noch ein paar gitarrenlastigere Ansätze (Virtua Tennis 2 04, Virtua Tennis 2 15), doch die Electro- (Virtua Tennis 2 03, Virtua Tennis 2 08, Virtua Tennis 2 09) und Techno-Tracks (Virtua Tennis 2 06, Virtua Tennis 2 07, Virtua Tennis 2 11) gehen mir zu stark in Richtung Need for Speed. Dort funktioniert der Late-90s-Style dank Nostalgiebrille für mich, bei Virtua Tennis 2 ist er mir indes etwas zu generisch und spannungsarm. Deshalb ist der Score (der Dreamcast-Version) für mich eine Spur schwächer im Vergleich zum ersten Virtua Tennis und reicht nicht an beispielsweise die Arbeit von Rom Di Prisco für Need for Speed III: Hot Pursuit heran.

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Fazit

Letztlich bleibt dieses Sequel trotz spielerischer Souveränität akustisch eine eher blasse Angelegenheit, der für den großen Sprung aufs Siegertreppchen schlicht der rhythmische Biss fehlt.