Dead Cells: The Queen and the Sea

Spielmusik-Review 01.03.2023 · Mattis

Ein Meer aus Möglichkeiten

Die dritte Erweiterung für Dead Cells hört auf den Namen The Queen and the Sea, was, Quelle Internet zufolge, eine Anspielung auf Ernest Hemingways Buch „The Old Man and the Sea“ (zu Deutsch: „Der alte Mann und das Meer“) sein könnte. Nachdem The Bad Seeds und Fatal Falls sich um alternative Routen für den Anfang und die Mitte des Spiels gekümmert haben, dreht sich dieser DLC um die letzten Abschnitte. Neben den neuen Gegenden Infest Shipwreck, Lighthouse und The Crown gibt es erneut neue Gegner, Outfits, Ausrüstung sowie neue Bosse und sogar ein neues Ende – cool!

Der Score

Als Nicht-Spieler dachte ich beim Titel The Queen and the Sea natürlich sofort an nautische Themen. An etwas, das mich an Wasser, eben das Meer erinnert – entweder in Form von freien/befreiten Melodien, wie wir sie beispielsweise in The Bad Seeds gehört haben, oder als unerbittliche Naturgewalt, die uns in ihren Wogen zerquetscht. Der DLC lehnt eher in Richtung von Zweiterem, wobei uns keine Actionsause Marke God of War ins Haus steht. Stattdessen werden in The Crown oder Shipwreck vermehrt düstere, fast schon Horror-artige Töne angeschlagen, was mich an The Incredible Adventures of Van Helsing erinnert, vermutlich aber eher an Loverafts Cthulhu-Mythos erinnern soll.

Dazwischen und danach stürzt uns der Score indes wieder in gewohntes (An-)Treiben (Lighthouse) und mischt bei Beyond Reasoning (The Queen) sogar noch eine E-Gitarre dazu. Das fetzt ordentlich und kulminiert schließlich in Bloc Party Boat, das Hillbilly-meets-Techno-Vibes aufkommen lässt. Sicherlich nicht für jedermann etwas, bietet der vorletzte DLC in Hinblick auf instrumentale Varianz – die Demakes aus Fatal Falls ausgenommen – noch am meisten Abwechslung.

Fazit

Ein wilder Ritt zwischen düsterem Tiefsee-Grauen und eklektischem Gitarrengewitter, der eindrucksvoll beweist, dass Mut zum musikalischen Experiment auch in den finstersten Gewässern mit purer Energie belohnt wird.